Hexenhaus – Opa baut ein Kinderspielhaus

Hexenhaus mit Hexengarten und Schmiede Eisernen Zaun

Opas selbst gebautes Hexenhaus

 

Ihr habt euch den Artikel vom Hexenhaus so sehr gewünscht, nachdem ich bei Facebook und Instagram ein paar Bilder gepostet hatte. Leute Ihr seid ja fast durchgedreht. Sehr cool, so viele Anfragen haben mich erreicht wann ich denn endlich diesen Post hier schreibe. Ganz euren Wünschen entsprechend kommt heute der Blogpost zu unserem Hexenhaus.

Da die meisten Bilder des Baus ohne Hintergedanken an einen Blogpost entstanden sind, hier schon mal sorry für das ein oder andere „komische“ Bild.

Hexenhaus mit Garten

 

Wieso eigentlich?

Wie kam es denn eigentlich dazu das Opa Jürgen auf die Idee gekommen ist so ein Projekt zu starten? Das will ich euch erzählen.

Nala konnte grade so laufen und wir haben uns auf die Suche gemacht nach so einem Plastik Spielhaus die ist allen erdenklichen Farben und Formen überall zu kaufen gibt. Wenn ihr nicht wisst was ich meine, hier ein kleines Beispiel…

(Ihr könnt gerne auf das Bild klicken wenn ihr sowas sucht, der führt euch direkt zu Amazon)

Hexenhaus Alternative Kinderspielhaus auf Amazon

Just in dem Moment kam mein Papa (Opa Jürgen) zur Tür rein und belugte was ich da „mal wieder“ kaufen wolle. Irgendwie wurde ich nicht so richtig fündig und irgendwie fühlte sich Opa Jürgen angespornt hier selbst was auf die Beine zu stellen. Und irgendwie trifft es dieser Satz besser als das gerade geplant war 🙂 Dazu aber später mehr…

Er meinte nur zu mir…. „Ich bau Dir ein Spielhaus für Nala“  (da war ja David noch gar nicht in Planung 🙂 )

 

Aller Anfang ist schwer!

Mit diesem Gedanken infiziert, hat sich Opa Jürgen auf die Recherche im Internet gemacht und kam von „Kuchen backen auf Arschbacken“. Irgendwann kam er mit nem Ausdruck um die Ecke von einem Holzhaus wo man meinen würde, Petrosilius Zwackelmann (kennt den noch jemand?? Schreibt mir hier mal in die Kommentare wer den kennt) selbst würde darin hausen. Und hier wart die Idee für ein Hexenhaus geboren.

Wie fängt man aber so ein Vorhaben an? Ganz genau…. ohne Plan und mit viel Mut zur Lücke. Opa Jürgen hat einfach drauf los gebaut und langsam aber sicher zeichneten sich die ersten Formen ab.

 

Das Grundgerüst vom Hexenhaus

Zunächst musste ja die Grundform des Hexenhaus mal abgesteckt werden und wie Groß es werden sollte. Das war gar nicht so einfach, denn am Ende mussten ja die Proportionen auch stimmen. Wenn wir also gleich zu groß angefangen hätten, wäre es am Ende vielleicht ein Wolkenkratzer geworden. Also war schon von Anfang an jede Länge wohlüberlegt. Die Schwierigkeit bestand im weiteren Bau darin, das keine einzige Wand im rechten Winkel zu der angrenzenden stand. Gerade und im Winkel bauen kann jeder 😉 Aber das so „krumm und schepp“ hinzubekommen war eine echte Herausforderung. Dann sollte das Hexenhaus ja auch nicht beim nächsten Windstoß wie ein Kartenhaus zusammenfallen, also musste das komplette Grundgerüst verstrebt und verstärkt werden. Gesagt! Getan!

Das Problem mit der Fassade

So jetzt stand das „Klappergestell“ da in unserer Halle und wollte angehübscht werden. Wie sollte das Hexenhaus denn letztendlich von außen aussehen und welches Material verwenden wir. Klar war, es sollte keine halbe Sache werden. Also dann… EICHENHOLZ BITTESCHÖN!! Allein bei dem Gedanken daran sind uns schon die Dollarzeichen durch die Augen gedreht, wie bei so ’nem einarmigen Banditen in Las Vegas. Shit das wird doch alles viel viel zu teuer…

Aber wie so oft kennt man jemanden, der jemanden kennt. „Fahr mal da im Sägewerk vorbei und sage Egon das ich Dich geschickt habe“ (Der Name ist frei erfunden, ich weiß nämlich tatsächlich nicht mehr wie er hieß) 🙂 Also, wir da hin gefahren und nach Egon verlangt. Egon war das Chef’chen und wir haben ihm von unserem Vorhaben erzählt und das wir auf der Suche nach richtig „schlimm“ verwitterten Eichenbrettern sind. Gerne auch kleine „Abfallstücke“ !!! „Oh Super da hab‘ ich was“ entgegnete Egon, und führte uns zu einem, in der letzten Ecke des Grundstücks gelegenen, Haufen Holzbretter mit Rinde. Die sahen aus, als wären sie die letzten 132 Jahre nicht bewegt worden. Ach Du scheiße, dachte ich bei mir… Die sind doch komplett am Arsch. Zum Glück wusste es Opa Jürgen besser 🙂

GENAU DAS WAR ES, WAS ER GESUCHT HATTE!!!

 

Was machen wir denn jetzt mit diesem Haufen „Abfall“

Was für mich wie ein riesiger Haufen Kompost aussah wurde grob nach Größen sortiert und über mehrere Tage in der Schreinerei meines Onkels durch den Hobel gejagt. So kam von dem vermutet Verfaulten Holz  der Kern zum Vorschein. Leute sah das geil aus. am Rand war an den Brettern noch immer die uralte Rinde und die Oberfläche war wie Nagelneu. WAHNSINN, ich konnte es nicht glauben. Alles was zu klein war um als Fassadenverkleidung zu dienen, wurde nicht gehobelt und das wurden am Ende die Ziegel auf dem Dach. Dazu aber später noch mehr.

 

Das Hexenhaus bekommt Charakter

Mit der Verkleidung des Hexenhauses mussten wir ja von unten anfangen, das die Bretter so überlappten, das potentielles Regenwasser außen an der Fassade abläuft und nicht innen. Das gleiche Prinzip wie bei den Ziegeln auf dem Hausdach. Es hat alles wunderbar so funktioniert wie wir uns das vorgestellt hatten. Es gab natürlich ab und zu mal den ein oder anderen Denkfehler beim Zuschneiden der Bretter, aber im Großen und Ganzen gab es keine größeren Verluste 🙂

Um die Eingangstür etwas zu Unterstreichen und dem Haus noch mehr „Petrosilius Zwackelmann Charme“ zu verleihen, wurde die Tür in einen speziell geformten Rahmen  gepasst, der später auch eine etwas dunklere Farbe bekommen sollte.

An diesem Hexenhaus ist ja wirklich alles krumm, sogar die Fenster sind total schepp und zusätzlich mit einem „wie durch den wind gebogenen“ Astgabel versehen. Die Fräsarbeiten um das zu realisieren waren nicht ganz so schnell erledigt 🙂

 

Dachdecken mal anders

Dann mussten wir uns einem kleinen Problem widmen, wo wir lieber auf Nummer sicher gegangen sind. Das Dach sollte ja am Ende des Tages auch dicht sein und es sollte nicht rein regnen. Nein, auch nicht nur ein bisschen. Und dazu wollte Opa Jürgen auch noch ein Dachfenster mit ner Hexe drin… WAS FÜR EIN AUFWAND  KANN ICH EUCH SAGEN. Aber es hat geklappt!!

  • Schicht 1 – Man weiß ja nie:
    Dampfsperre – Wer schon mal selbst gebaut hat, kennt sicherlich die Folie die dafür sorgt das nicht die Ganze Wärme nach draußen verloren geht. Wir wollten aber vor allem das kein Wasser nach innen kommt, also haben wir ne ganz dicke Plastikfolie verwendet und die erst mal über die Dachgaube in einem Stück verlegt. Anschließend kam ne schicht Bretter auf das Gebälk.
  • Schicht 2 – Wasserdicht:
    Dachpappe – Auf die Bretter haben wir noch zusätzlich die gute alte Dackpappe genagelt und anschließend erhitzt damit sich das alles schön verbindet. Hat alles wunderbar funktioniert. aber eben nur mit der Dachpappe, sah das Hexenhaus irgendwie nicht fertig aus. Aber –> Wir hatten ja noch Reste vom Eichenholz 🙂
  • Schicht 3 – Get The Look:
    Die dritte und letzte Schicht, waren die Holzziegel. Wir wussten ja von Anfang an, das diese „Ziegel“ das Dach nicht Dicht machen würden, deshalb gibt es Schritt 1 und 2 !! Die Holzziegel sollten dem Hexenhaus nur den letzten Schliff und Charakter verleihen. Und das hat noch besser funktioniert als wir uns das vorgestellt hatten. Echt super.

Der Umzug vom Hexenhaus

Jetzt stand das Teil da, mitten in der Halle!! Wie kriegen wir das Teil denn jetzt zum Tor raus?? Wir hatten nen Handhubwagen und ne Ameise (Batteriebetriebener Handstapler). Also los, auf der Vorderseite die Ameise und auf der Rückseite den Handhubwagen unter das Hexenhaus buxiert und gaaanz langsam…..

Wir waren so konzentriert das das „Häuschen“ nicht rechts oder links von der Gabel kippt, dass wir ne „KLITZE KLEINIGKEIT“ übersehen hatten… RRRRUUUMMMSSS… Voller Stop!! Mit einem Mark-Erzitternden Schlag blieben wir mit der Dachgaube an der Hallendurchfahrt hängen…

 

FUUCK… was ist denn das für eine Scheisse   –  OOOPS
(Das kann man raus schneiden :-P)

 

Unser Hexenhaus war ziemlich genau 30cm zu hoch um so durch das Hallentor gefahren zu werden. SHIIT… Was machen wir denn jetzt!??

Leider blieb uns keine Andere Wahl als uns nen noch einen richtigen Stapler von meinem Schreiner-Onkel zu leihen. Stapler? Wieso Stapler? Zu hoch war es doch schon 🙂 Ja Ja ihr habt recht. Wir mussten das Teil ganz langsam auf die Seite legen und so mit einem Stapler und einer Ameise nach draußen befördern. Und natürlich musste es draußen wieder aufgestellt werden.

Der erste Versuch des Aufstellens scheiterte mit einem weiteren RRRUUUUMMMSSS… da lag es nun im Hof. Von der Gabel vom Stapler gerutscht. ABER… NIX PASSIERT… Zum Glück!! Beim zweiten Versuch ist es geglückt und das Hexenhaus stand aufrecht und wohlbehalten im Hof.

 

Der Hexengarten

Jetzt stand das Teil da mitten im Hof und musste ja irgendwie an seinen Platz gehoben werden. „An seinen Platz!?“ … stimmt, ich hatte noch gar nicht erwähnt das parallel zu zum Bau des Hexenhaus auch noch ein Teil des Hofs geopfert wurde, und zu einem regelrechten Hexengarten ausgebaut wurde. Dazu haben wir Beton-Palisaden gesetzt und so das Areal abgesteckt wo das Hexenhaus stehen sollte.

Dann haben wir 4 Betonfundamente gegossen die etwas aus dem Boden ragen. Das Häuschen sollte ja später auf „Stelzen“ stehen (wie war das am Anfang des Artikels… Was Opa Jürgen da auf die Beine Stellt). In die Fundamente wurde ein gebohrter Flachstahl mit eingegossen, um später das Hexenhaus darauf festzuschrauben, damit es unter keinen Umständen vom Wind von den Stelzen geweht werden würde.

 

 

Bevor jedoch das Anlegen des Gartens beginnen konnte, musste ja das Haus irgendwie auf die Stelzen gehoben werden…

… leichter gesagt als getan …

 

Der Gewaltakt mit dem Monster Stapler

Wir hatten ja bereits den Stapler vom Schreiner Onkel auf dem Hof stehen und hatten uns das so schön vorgestellt… „Wir fahren mit den Gabeln unter das Haus, hoch hiefen und an Ort und Stelle bugsiert… FERTIG …so viel zur Theorie 🙂

Das erste Problem war das wir mit dem Stapler und der normalen Gabel gar nicht weit genug unter das Haus fahren konnten, da ja das Dach zu weit übergestanden hat um komplett an die Fassade ran zu fahren. —> Gabel zu Kurz… OHHH MANN….

Also eine überlange Gabel besorgt (zum Glück haben wir so viel Landwirtschaftsbetriebe in unserem kleinen Dörfchen 🙂 ) und an den Stapler vom Schreiner Onkel geschnallt. Sah das aus, dieser relativ kleine Stapler mit so 2,5m langen „Zinken“ vorne dran… Ein wunder das das Teil nicht schon ohne Haus vorne drauf nach vorne umgefallen ist. Als wir dann aber unter das Hexenhaus gefahren sind und es anheben wollten, hab ich echt gedacht der Stapler macht nen Vorwärtssalto 🙂 keine Chance… Zu schwer… Das Haus lässt sich mit dem „Haushaltsstapler“ nicht bewegen.

Ein Schulfreund von Opa Jürgen hat nen Schwerlaststapler – MUHAHAHA – Was für ein Monster, vorne Doppelbereifung und RIESENGROß – YYEEEESSSS – Ich liebe so ein Scheiss!!! Ich habe damals kein Bild gemacht von diesem Ungetüm… aber in etwa so wie auf dem folgenden Bild sah das Teil aus, nur eben mit überlanger Gabel.

(Bestimmt der kleine Bruder von Optimus Prime)

Die langen Gabeln angelegt und los gehts. Drunter gefahren und langsam angehoben… Es bewegt sich was… aber das Haus blieb erst mal stehen. OUHWOUHWOUHW… gaaanz langsam „lernte das Haus fliegen“ – Endlich – Aber mein lieber Scholli, die Gabeln haben sich gebogen wie Kaugummi. Zitterpartie hoch 21.

Letztenendes ging dann aber alles gut und nach einer guten Stunde des Ausrichtens saß das Hexenhaus an Ort und Stelle!   Verschraubt!   BASTA!!!

 

Die Schönheits-OP

Jetzt stand das Häuschen da auf seinen Stelzen… Die Tür zu hoch und vom Hexengarten auch noch nicht wirklich was zu sehen.

Also hat Opa Jürgen nach und nach ein Vordach, eine Treppe zur Tür gebaut und nach und nach den Garten angelegt. Dann kam noch ein schmiede eiserner Zaun der das Gärtchen zum Hof hin abgrenzte.

Hexenhaus auf Stelzen im Hexengarten beim Bau 4

Aber irgendwie war es ihm noch nicht Kindgerecht genug.
Da mein Papsi-Pups AKA Opa Jürgen auch wirklich super malen kann hat er seiner Muse freien lauf gelassen und das innere des Hexenhaus etwas geschmückt. Zudem hat er in der Zwischendecke einen Sternenhimmel verbaut. Dazu hat er in dem Dachfenster noch ne Hexe rein gesetzt mit einer Hexenkugel, die im dunkeln dann die Farbe der Beleuchtung ändert.

 

Projekt Hexenhaus abgeschlossen

Nachdem jetzt letztendlich wirklich alles so geworden ist wie es sich Opa Jürgen vorgestellt hatte, bleiben dann auch regelmäßig Leute vor unserer neuen Immobilie stehen um das Gute Stück auf Fotos festzuhalten.

Das ist wirklich schon sehr sehr geil geworden… Sorry aber das darf man ja auch mal sagen 🙂

Das ist sogar so geil geworden, das Opa Jürgen von der Bild-Zeitung zum „Opa des Jahres“ gewählt wurde und nen fetten Pokal abgestaubt hat.

 

Hexenhaus mit Opa und den Kindern

 

So jetzt hab ich mir die Finger wund geschrieben… jetzt seid ihr dran… Ich freue mich auf eure Kommentare, auf fleißiges Teilen auf euren Social Media Kanälen und wenn ihr mal in der Gegend seid, schaut vorbei… gibt auch nen Kaffee oder ein Gläschen Wein.

 

Haut rein Leute, und bleibt sauber!!

 

Euer Christoph.

 

P.S. Hier noch ein Link zu einem anderen Projekt, dass aber Bananapapa Michael gebaut hat…   <— KLICK

 

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